INKoh Clean

Es besteht die Meinung, dass Pflanzenkohle auch Aktivkohle sei, dass die Pflanzenkohle nach einer Konditionierung (Beladung) zur Aktivkohle werde. Das entspricht nicht der Realität.

Wird Pflanzenkohle zum Beispiel mit Nährstoffen konditioniert, trägt sie im Boden aktiv zur Bodenverbesserung bei, was sehr positiv ist, aber damit wird sie der Bezeichnung und der Leistung von Aktivkohle oder A-Kohle nicht gerecht. Was macht eine Aktivkohle aus? Einerseits ist es der hohe Kohlenstoffanteil, in der Regel > 90 %, die sehr grosse innere Oberfläche, welche pro Gramm bei ca. 800 m2 bis 1’200 m2 liegt und nach BET und/oder Jodzahl bestimmt wird. Doch damit nicht genug. Die Anzahl und die Verteilung von Makroporen, Mesoporen und Mikroporen ist bei der Sorptionsleistung von Spurenstoffen, zum Beispiel bei der Abwasserreinigung 4. Klärstufe, entscheidend. In der umfassenden Forschung mit der OST in Rapperswil und der zhaw in Wädenswil ist es der INEGA AG gelungen, aus Pflanzenkohle eine Aktivkohle herzustellen, welche eine vergleichbar gute Elimination von Spurenstoffen wie eine fossile Aktivkohle schafft. Das Verfahren für eine industrielle Herstellung ist komplex und unsere Forschung findet im ersten Quartal 2022 einen ersten Abschluss. Wir rechnen mit einer Markteinführung Ende 2022.

Artikel OST – Ostschweizer Fachhochschule

INKoh Pflanzenkohle, Porenstruktur 1’000fach vergrössert. Copyright by INEGA AG.